Alte Beitel

Sensenprivileg

 

Verleihungsunkunde betr. das Privileg für die Zunft der Sensenschmiede, Sensen- und Stabschleifer (1600)

 

Von Gottes gnaden Wir, Johann Wilhelm, Hertzog zu Gülich, Cleve und Berg, Grafe zu der Mark, Ravensberg und Mörs, Herr zu Ravenstein Thun Kundt nach dem eine Zeit hero befunden, daß die sämtliche Sensenschmiedt, Vort Sensen- und Stabschlieffer Handtwerk Verwandten in unseren Ämbtern Elverfeld, Beyenburg, Burg und Bornfeldt seßhaft, durch etliche eingerissene schädliche Mißbräuche und sonst allerhandt unordnung in Einen beschwerlichen überstandt gerathen und Merklich Verdorben, Also , wo demselben mit zeitlich Vorgebauet, zuletzt ein endtlicher untergang derselben Handtwerck und Nahrung darab zu gewarten, und wir zur Verhütung weiteren schädtlichen Verlauffs Vort Handthabung gemelter Handtwercker und Beförderung Gemeinen Nutzens vor Rathsamb und Nothwendig angesehen...

 

(§1 bis §26)

 

...gedachter ordnung Berührter Vogt und Beygekohrne Männer über Keine andere sachen, als waß Vermög solcher ordnung Vorgedachte sensenschmiede und schleiffer Handtwercker betrifft, In Macht deren Etwaß Tractiren oder Handelen sollen. Urkundt der wahrheit Haben wir Johannes Wilhelm Hertzog obgenandt unsern Siegel An diesen Brieff Thun Hangen.

 

Geben Auff unser festung GülichAm fünfften Tag Monats July In den Jahren unsers Herren Tausend sechs Hundert.

 

Auß Höchsternentes Meines gnädigen fürsten und Herrn Hertzogen bevelch

 

Vdt. W. Von Nesselrodt

 

Quelle: [B117]

 

 

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Letzte Aktualisierung: 16.04.2010