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Erbschloe, Fr. Wm. Söhne

FirmaFriedrich Wilhlem Erbschloe Söhne 
Branche Werkzeuge, insbesondere Feile und Sägen 
Adresse Lüttringhausen, Deutschland 
gegründet 1846 2
geschlossen  
Hersteller  
Händler x
Beitel  
Bildhauerwerkzeuge -- 
Weitere Infos 1846: Erwähnt mit 2 Feuern, einem Amboß, drei Arbeitern und jährlich 40.000 Pfund Raffinirstahl 2 
"(Nr. 67.) Agentur des F.W. Erbschloe Söhne zu Lüttringhausen 1 S II Nr. 15021.
Der F.W. Erbschloe Söhne zur Lüttringhausen ist zum Agenten der Magdeburger Feuer- Versicherungs- Gesellschaft ernannt und in dieser Eigenschaft von uns bestätigt worden.
Düsseldorf, 5.1.1846" 3

 

1. Warenzeichen der Firma Fr. Wm. Erbschloe Söhne

Warenzeichen der Firma Fr. Wm. Erbschloe Söhne, Lüttringhausen, Deutschland, #10060
Die Zeichenrolle des Remscheider Fabrikengerichts (1842-1847)

Am 22. März 1843 meldete der Beitelfabrikant Herr Johann Müller aus Stachelhausen für die Handlung Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne das Zeichen "der Hahn" beim Remscheider Fabrikengericht an.
Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle: Eintrag Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne, #170 1842-1847
Abb. 1 | Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle (1842-1847): Eintragung des Zeichens "der Hahn" für die Handlung Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne am 22.3.1843 5

 

Transkription des obigen Textes (Ungenauigkeiten bitte ich zu entschuldigen):
1842-1847 No. 170
Heute den zwei und zwangzigtsten - März
Achtzehnhundert drei und vierzig erschien auf dem
Secretariat des Königlichen Fabriken-Gerichts zu
Remscheid der Beitelfabrikantt HerrJohann Mül -
ler in Stachelhausen,im Namen und Auftrage der Hand-
lungshauser Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne zu
Lüttringhausen.
Derselbe graduzirte eine Urkunde der früher hier be-
standenen Fabrik-Zeichen Kommission de dato
Remscheid den 31. Dezember 1830 worauf das gedachte
Handlungshause zur Prägung des Zeichens der Hahn-
auf raffinirten Stahl
berechtigt ist.
Zugleich überreichte derselbe nach Wortschrift des Art 73
des Decrets vom 17 December 1811 drei Abdrücke des besag
ten Zeichens zum Zwecke der gesetzlich vorgeschriebenen
Hinterlegung desselben und Conservirung des
Eigenthums Rechtes und bat ihm über diese Hinterle-
gung Act zu ertheilen.
Hierüber ist gegenwärtige Verhandlung aufgenom
men und nach Vorlesung und Genehmigung unter
schrieben, auf dem Comparenten ein paraphirtes und
besiegeltes Exemplar jener Abdrücke zugestellt worden.
Demselben wurde zugleich aufgegeben die nach einem
Beschluße des Fabrikanten-Gerichts für die Einreichung
dieses Zeichens und die Eintragung des Verbal-Pro-
zesses auf 5 Sgroschen bestimmte Abgabe binnen 3
Tagen an die hiesige Kommunal-Kasse bei Verlust des
Rechtes einzuzahlen. Joh. Peter. Müller
Haardt

 

Die Zeichenrolle des Remscheider Handwerksgerichts (1848-1875)

Am 6. Oktober 1848 ließ sich die Firma Friedrich Wilhelm Erbschoe Söhne das Zeichen "der Hahn" in die Remscheider Zeichenrolle eintragen:
Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle: Eintrag Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne, #133 1848-1875
Abb. 2 | Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle (1848-1875): Eintrag Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne, #133  6

 

Transkription des obigen Textes (Ungenauigkeiten bitte ich zu entschuldigen):
1848-1875

133
Friedr. Wilh. Erbschloe 
Söhne

Nach Position 381 der alten Mutterrolle
woran die Herren Friedrich Wilhelm Erbschloe
in Lüttringhausen jetzt Herren Friedrich Wil-
helm Erbschloe Söhne daselbst zum ausschlieli-
chen Gebrauche des Zeichens, Der Hahn auf raf-
finierten Stahl berechtigt:
Nachem die Letzteren Prüfung Kraft nach Vor-
schrift des § 17 der Allerhöchsten Verordnung vom
18 August 1847 innerhalb der darin bestimmten
dreimonatlichen Präclusivfrist bei hiesiger Stelle
gehörig angemeldet und die Beweismittel bei
gefügt haben;
Nachdem diese Anmeldung während zweier Mo-
nate nach Ablauf obiger Präclusivfrist laut meiner
durch sämmtliche Amtsblätter von Westfalen und
der Rheinprovinz publicirten Bekanntmachung
vom 18. Februar 1848 offen gelegt worden ist;
Nachdem hierauf keinerlei Einsprüche vorge-
braucht sind;
beschließt:
das Königliche Gewerbe Gericht, trägt dieses Zeichen
wie hierdurch geschieht, in die nach Vorschrift der bezo-
genen Verordnung vom 18. August 1847 angelegte
Zeichenrolle und mit der darin ausgesprochenen
rechtlichen Wirkung ein und verordnet, daß dem
Eigenthümer ein beglaubigter Auszug zugefer-
tigt werde.
Remscheid den 6 Oktober 1848
Königl. Gewerbe. Gericht

 

Die Zeichenrolle des Remscheider Gewerbegerichts (1848-1875)

Am 31. Mai 1850 ließ sich die Firma Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne, Lüttringhausen, ihr Zeichen "der Hahn" in die Remscheider Zeichenrolle eintragen:
Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle: Eintrag Firma Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne, #152 1848-1875
Abb. 3 | Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle (1848-1875): Eintrag der Firma Friedrich Wilhelm Erbschloe Söhne, #152  6

 

Transkription des obigen Textes (Ungenauigkeiten bitte ich zu entschuldigen):

1848-1875

152
Fr. W. Erbschloe Söhne

Nach Einsicht der unterm 3. März 1848 aub No. 11 des Registers auf dem
Secretariate des Königlichen Gewerbe-Gerichts zu Remscheid aufgenommenen
Verhandlung, wonach die zu Lüttringhausen unter der Firma "Fridrich Wilhelm
Erbschloe Söhne bestehende Handlung im Gemäßigkeit der Allerhöchsten Verordnung
am 18. August 1847 das untenstehend abgedruckte Fabrikzeichen: der Hahn
als alleiniges Eigenthum für alle Stahl und Eisenwaaren und deren Ver-
packung mit Ausnahme von Kaffeemühlen angemeldet hat.
In Erwägung, daß die Anmeldung dieses Zeichens und die vorläufige
Prüfung der Zulässigkeit deselben keinerlei Bedenken ergeben
haben;
Nach Einsicht des Amtsblattes der Königlichen Regierung zu
Düsseldorf, No 61 Jahres 1849 und desjenigen der Königlichne Regierung
zu Arnsberg, No. 34, Jahres 1849, wonach obige Anmeldung unter Be-
stimmung einer Präclusiv Frist von zwei Monaten vorschrifts-
mäßig bekannt gemacht worden;
Nach Einsicht des Schreibens des Königlichen Gewerbe-Gerichts zu
Solingen vom 12. Oktober 1849 und des jenigen des Königlichen Fabri-
ken Gerichts zu Hagen vom 28. August 1849, wonach die Anmeldung
dieses Zeichens dorthin bestimmungsmäßig mitgeteilt worden ist;
In Erwägung, daß gegen die Anmeldung dieses Zeichens keinerlei
Einsprüche erhoben worden sind, der nachgesuchten Aufnahme desselben
in die Zeichenrolle also nichts entgegen steht.
Aus diesen Gründen
beschließt das Königliche Gewerbe-Gericht zu Remscheid die Ein-
tragung des besagten Zeichens in die Zeichenrolle, als ausschließ-
liches und alleiniges Eigenthum für alle Stahl- und Eisenwaaren
und deren verpackungm ,it Ausschluß von Kaffeemühlen verord-
net daß den Eigenthümern eine beglaubigte Abschrift dieser
Eintragung der Urkunde unter Befügung und der von ihnen eingereichten
Abdrücke, zugefertigt und gleichzeitig diese Eintragung mit Bezug
auf die frühren Bekanntmachung zur öffentlichen Kenntniß gebracht werde.
Geschene und beschlossen in der Sitzung des königlichen Gewerbe-Gerichts
zu Remscheid am 31. Mai 1850, wo gegenwärtig waren die Herren-
Honsberg, Präsident, Mannesmann, Engelbert, Seuthe,
Borlinghaus, Mitglieder und Secreaär Haardt. F. W. Honsberg Haardt am linken Rand: Ausfertig. ertheilt 18/6 51

 

Allgemeines Zeichenregister für das Deutsche Reich (1875 - Lassally)
"Fr. Wm. Erbschloe Söhne in Lüttringhausen.
Eingetragen bei dem Königlichen Handelsgericht zu Barmen,
nach Anmeldung vom 4. Mai 1875, Morgens 9 Uhr 10 Minuten,
für Stahl und alle Stahl- und Eisenwaaren, mit Ausnahme der
Kaffeemühlen:

(unter Nr. 29 das Zeichen): 
unter Nr. 30 das Zeichen:

welche auf der Waare durch Einschlagen und auf der Verpackung
angebracht werden.
"
Abb. 4 | Abschrift aus dem Allgemeinen Zeichenregister des Deutschen Reiches (hier wurden 2 Warenzeichen gleichzeitig angemeldet) 7

 

Das Warenzeichenblatt - Herausgegeben vom Kaiserlichen Patentamt
"Nr. 10060. E. 253. Fr. Wm. Erbschloe Söhne, Lüttringhausen.
Anmeldung vom 24.11.(18)94/4.5.(18)75.
Eintragung am 5.10.(18)95.
Geschäftsbetrieb: Herstellung und Vertrieb aller Eisen-, Stahl- und Messingwaaren.
Waarenverzeichniß: Stahl, Eisen- und Stahlwaaren aller Art, insbesondere Feilen, Raspen, Sägen, Maschinenmesser, Sägebogen, Sägesetzer, Schraubendreher, Schneidkluppen, Holzschraubenschneider, Schneideisen, Beitel, Hobeleisen, Leisteneisen, Bohrer aller Art, Bohrdreher, Hämmer aller Art, Zangen aller Art, Zirkel, Ambosse, Schraubstöcke, Kelbschrauben, Wirbelhandschrauben, Reifkolben, Schraubenschlüssel, Bohrknarren, Winden, Blechscheeren, Heckenscheeren, Winkeleisen, Aexte, Beile, Zugmesser, Bügeleisen, Hackmesser, Wiegemesser, Schafscheeren, Schlittschuhe, Blechschläger-Werkzeuge, Schlösser aller Art in Eisen.
Abb. 5 | Abschrift aus dem Warenzeichenblatt von 1895 Heft 10 1

 

2. Warenzeichen der Firma Friedrich Wilhlem Erbschloe Söhne

Warenzeichen der Firma Friedrich Wilhelm Erbschloe, Lüttringhausen, Deutschland, #29
Anmeldung im Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf
"(Nr. 1002.) Die Anmeldung neuer Fabrikzeichen betr.
Bei dem Königlichen Gewerbegericht zu Remscheid sind folgende Zeichen zur Eintra-
gung in die Zeichenrolle, Behufs Erwerbung des ausschließlichen Rechtes zu deren Prägung
angemeldet:
....

15) Kaufmann A. Erbschloe zu Halbach,
...
Etwaige Einreden sind innerhalb zweier Monate bei der unterzeichneten Stelle anzubringen.
Remscheid den 25 Juni 1859.
Königliches Gewerbegericht.
Der Präsident: Albert Böhm,   DerSekretair: Reepel.
Abb. 5 | Abschrift aus dem Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf von 1859 Nr. 40 4

 


Allgemeines Zeichenregister für das Deutsche Reich (1875 - Lassally)
"Fr. Wm. Erbschloe Söhne in Lüttringhausen.
Eingetragen bei dem Königlichen Handelsgericht zu Barmen,
nach Anmeldung vom 4. Mai 1875, Morgens 9 Uhr 10 Minuten,
für raffinierten Stahl:

unter Nr. 29 das Zeichen:
(unter Nr. 30 das Zeichen:)

welche auf der Waare durch Einschlagen und auf der Verpackung
angebracht werden
"
Abb. 6 | Abschrift aus dem Allgemeinen Zeichenregister des Deutschen Reiches (hier wurden 2 Warenzeichen gleichzeitig angemeldet) 7
Das Warenzeichenblatt - Herausgegeben vom Kaiserlichen Patentamt
"Nr. 2977. E. 254. 
Fr. Wm Erbschloe Söhne, Lüttringhausen.
Anmeldung vom 24.11.(18)94/4.5.(18)75.
Eintragung am 19.2.(18)95.
Geschäftsbetrieb: Herstellung und Vertrieb von Stahl.
Waarenverzeicheniß: Stahl." 
Abb. 7 | Abschrift aus dem Warenzeichenblatt - 1895 Heft 2 9

 

"Rollennummer: 2977
Klasse: 9a
Veröffentlicht im Warenzeichenblatt: Jahr 1895 Seite 102
Inhaber: Fr. Wm. Erbschloe Söhne, Lüttringhausen
Gelöscht 1915 am 21.12." 
Abb. 8 | Abschrift aus dem Warenzeichenblatt - 1916 Heft 1 9

 

Agentur für Feuerversicherung
"(Nr. 67.) Agentur des F. W.  Erbschloe Söhne zu Lüttringhausen, 1 S II Nr. 15021.
Der F. W. Erbschloe Söhne zu Lüttringhausen ist zum Agenten der Magdeburger
Feuer-Versicherungs-Gesellschaft ernannt und in dieser Eigenschaft von uns aus bestätigz worden.
Düsseldorf, den 5. Januar 1846" 10

 

"(Nr. 252.) Niederlegung einer Agentur. 1. S. II. b. Nr. 1318
Die Herren F. Wilhelm Erbschloe Söhne zu Halbach, Bürgermeisterei Lüttringhau-
sen, haben die bisher von ihnen geführte Agentur der Magdeburger Feuer-Versicherungs-
Gesellschaft niedergelegt.
Düsseldorf den 3. Februar 1848 " 11

 


 

1 Waarenzeichenblatt - Herausgegeben vom Kaiserlichen Patentamt, 1895, Heft 10
2 Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid, Günther Schmidt, Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach
3 Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf, 1846, S. 27
4 Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf, 1859 Nr. 40
5 Mit freundlicher Genehmigung des Historischen Zentrum der Stadt Remscheid - Findmittel AXB 20a
6 Mit freundlicher Genehmigung des Historischen Zentrum der Stadt Remscheid - Findmittel AXB 20b
7 Das Allgemeine Zeichenregister für das Deutsche Reich (Lassally-1875)
8 Warenzeichenblatt - Herausgegeben vom Kaiserlichen Patentamt - 1895 Heft 2
9 Warenzeichenblatt - Herausgegeben vom Kaiserlichen Patentamt - 1916 Heft 1
10  Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf, 1846 Nr. 
11 Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf, 1848 Nr.