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De Grote, Johann-Wilhelm

Firma Johann Wilhelm De Grote 
Branche Beitelschmied
Beitel- und Hobeleisen-Fabrikant 2
Adresse Remscheid-Stachelhausen, Deutschland 1
Bruch 2 2
gegründet Nachweis um 1750 1 
geschlossen  
Hersteller
Händler  
Beitel
Bildhauerwerkzeuge  
Weitere Infos Friedrich Wilhelm de Groote, Feilenschmiedt, Büchel, Remscheid 3

"Verhältnismäßig harmlos waren die Streitigkeiten unter den Schmiede­meistern. Die ersten, von denen wir erfahren, gingen zurück auf eine Klage, die Peter Grote zum Büchel im Jahre 1601 vor dem Handwerksgericht ein­brachte. Er gab an, daß sein Bruder Peter Klein zu Güldenwerth seines Vaters Zeichen, den Bären, ganz schlage und bat, denselben durch Hinzufügung eines Beizeichens brechen zu lassen, wie er es auch tun müsse. Das Gericht legte dem Peter Klein auf, in Zukunft dem Bären die Buchstaben P und K beizufügen.
Weiter klagte Peter Grote darüber, daß sein Halbbruder Johann Tilen zu Schwabhausen aus der zweiten Ehe seines Vaters den Bären mit einem Stern als Beizeichen schlage, obwohl er an dem Bären überhaupt nicht berechtigt sei. Das Gericht entschied, daß Johann Tilen ein anderes Zeichen schlagen müsse." 4

Auszug aus Hämmer und Kottenforschung in Remscheid - von Gerstau bis Haddenbach:

"2. Honsbergs-Hammer (Bücheler Lohmühle)

Der Honsberg-Hammer ist der zweite Reckhammer des Johan de Groote. Dieser Hammer soll um 1600 erstmalig erwähnt sein und als Besitzer gilt Peter Engels (genannt Grote, "der Große"). Es war ein Reckhammer. 1692 heißt der Besitzer Johan de Groote zum Büchel. 1750 ist als Besitzerin die Wwe. Joh. de Groote angegeben. 1800 ist der Betreiber des Hammers ein Corras. 5


Auszug aus "Werden und Vergehen von Remscheid Familien":

"Zu den ältesten Einwohnern des Remscheider Kirchspiels gehören zweifellos die de Groote. Schon 1601 schlägt der erste Namenslräger de Groote dasron seinem verstorbenen Vater ererbte Bärenzeichen. Sein Bruder, Peter „Klein“ zu Güldenwerth, und sein Halbbruder aus der zweiten Ehe seines Vaters, Johann „Thielen“ zu Schwabhausen bei Cronenberg, müssen den Bären mit einem „Stern“ schlagen. 1602 ist Peter (de) Groote Ratsmann, 1626 Vogt des Sensenhandwerks. Clemens (de) Groote, Peters Sohn, wird 1616 und 1632 als Meister der Sensenschmiedezunft genannt. Er hat eine Tochter Elisabeth, verheiratet mit Peter Goldenberg in Lüttringhausen, und einen Sohn Johannes de Groote, Clemens' Sohn, Hammerherr zum großen Büchel, der 1637 und 1639 Meister, 1647 Ratsmann und 1658 Vogt der Sensenschmiedezunft ist. Er heiratet in Köln, hochdeutsch- reformiert, am 25. April 1640 Magdalena Gilles († 1694), Tochter des Paul Gilles in der „Güldenen Waag“ Unter Marspforten in Köln. Von seinen Söhnen saß der älteste, der Gerichtsscheffe Johannes de Groote († 1692), auf Stachelhausen und auf dem Heidhof als Vogt der Sensenschmiede und großer Kaufhändler. Durch seine zweite Ehe 1678 mit Elisabeth Brosius, der Tochter des katholischen Gerichtsschreibers Jakob Brosius in Wermelskirchen und der Anna Maria Reyd, wurden die Kinder dieser zweiten Ehe — wenn auch in Remscheid lutherisch getauft — katholisch, so daß sie bei ihren Eheschließungen in Remscheid durch besondere Entschließung zum Luthertum zurückkehren mußten. Auch sein Sohn erster Ehe, wie sein Vater Johannes genannt, war Vogt der Sensenschmiedezunft und Kaufhändler zum Hasten. Durch die Ehe mit der Schwester seiner Stiefmutter, der Odilia Johanna Katharina Brosius, neigte auch er zum Katholizismus, so daß es nicht wunder nehmen kann, daß seine älteste Tochter den katholisdien Richter Heinrich Bertram Kremerius und die jüngste Tochter 1750 den katholischen Wipperfürther Ratsmann Wilhelm Hoppmann heiratete. Die Schwester des jüngeren Johannes de Groote, Katharina (1671—1740), war nacheinander mit zwei reformierten Elberfelder Apothekern verheiratet: mit Philipp Wilhelm Karsch, einem Enkel des bekannten Beyenburger Rentmeisters Johann Karsch, und mit Johann Dietrich Niedermann aus Hamm in Westfalen. Die Kinder des älteren Johannes de Grooteaus der zweiten Ehe mit Elisabeth Brosius wurden trotz des katholisdien Bekenntnisses ihrer Mutter sämtlich in Remsdieid lutherisch getauft." 6

Quelle 1 Vollmacht der Kleinschmiede (1756) [117]
2 Adressbuch Remscheid - 1891 
3 Offizielles Adreß-Buch für Rheinland-Westphalen - 1834
4 Remscheid und sein Filiale - 650 Jahre Hasten - E. Erwin Stursberg
5 Hämmer und Kottenforschung in Remscheid - von Gerstau bis Haddenbach - Günther Schmidt
6 Werden und Vergehen von Remscheid Familien - Dr. Edmund Strutz

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