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Stuhlmann, Johann

FirmaJohann Stuhlmann 
Branche Werkzeugfabrik: Spez. Beitel und Hobeleisen
Adresse Mittel-Sudberg 30, Wuppertal - Cronenberg, Deutschland, Inh.: Karl Stuhlmann sr (Schmied), Beitel- und Hobeleisenfabrik 8
gegründet 1850 6

Joh. Stuhlmann
Wuppertal eingetragen ins Handelsregister: (1902) 7

Joh. Stuhlmann
Solingen eingetragen ins Handelsregister: (1902) 7

geschlossen Wuppertal:
gelöscht im Handelsregister: 1959 7
Solingen:
gelöscht im Handelsregister: 1967 7
Hersteller x
Händler -- 
Beitel x
Bildhauerwerkzeuge -- 
Kataloge  

 

 

Warenzeichen der Firma Johann Stuhlmann

Warenzeichen der Firma Johann Stuhlmann, Wuppertal-Cronenberg, Deutschland, # 313
Die Anmeldung im Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf 

Am 6. Juni 1870 wurde die Anmeldung des Fabrikzeichens "der Stuhl" von Johann Stuhlmann im Amtsblatt veröffentlicht:
"806. 795. Folgende Fabrikzeichen sind zur Ein-
tragung in die Zeichenrolle, Behufs Erwerbung des
ausschließlichen Rechts zu deren Prägung auf alle
Stahl- und Eisenwaaren angemeldet:
...
2. "Stuhl" von der Handlung Johann Stuhlmann
zu Sudberg bei Kronenberg.
Etwaige Einwendungen dagegen sind binnen 2
Monaten bei uns anzubringen.
Remscheid, den 6. Juni 1870.
Königl. Gewerbegericht: Albert Böker. Reepel. " 
Abb. 1 | Abschrift aus dem Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf von 1870 1  

 

Die Zeichenrolle des Remscheider Gewerbegerichts (1848-1875)

Am 9. September 1870 ließ sich (Gustav) Johann Stuhlmann sein Zeichen "der Stuhl" in die Remscheider Zeichenrolle eintragen:
Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle: Eintrag Johann Stuhlmann, #313 1848-1875
Abb. 2 | Auszug aus der Remscheider Zeichenrolle (1848-1875): Eintrag Johann (Gustav) Stuhlmann, #313 9

 

Transkription des obigen Textes (Ungenauigkeiten bitte ich zu entschuldigen):
1848-1875 No. 313
Nach Einsicht der unterm 6. Juni 1870.-, No. 191 des am(lichen?)
Registers auf dem Secretariate des Königlichen . Gewerbe
gerichts zu Remscheid aufgenommenen Verhandlung, wo
nach (der Beitel und Hobeleisen Fabrikant Gustav Stuhlmann
zu Mittel.Sudberg bei Kronenberg) ließ die zu Mittel-Sudberg
bei Kronenberg bestehende Handelsgesellschaft unter der Firma
Stuhlmann das anbei stehende abgedruckte Zeichen ”Stuhl”
alleiniges Eigenthum für Bezeichnung aller Stahl und Eisenwaaren
wie deren Verpackung angemeldet hat. In Erwägung, daß die Anmeldung dieses Zeichens und
die vorläufige Prüfung desselben keine Bedenken gegeben haben; Nach Einsicht der Amtsblätter der Königl. Regierungen zu ?
vom 18 Juni und zu Arnsberg vom 25. Juni 1870 worauf obige
Anmeldung unter Bestimmung einer Präklusionfrist zur An
bringung etwaiger Einsprüche vorschriftsmäßig bekannt gemacht
worden ist;
Nach Einsicht der Schreiben des Königlichen. Gewerbegerichts zu ?
vom 9. Juli 1870 und des Königl. Fabrikengerichts zu Hagen vom
18 Juni 1870, wonach die Anmeldung bestimmungsmäßig mit
getheilt worden ist;
In Erwägung., daß gegen die Eintragung des Zeichens
kein Widerspruch erhoben worden ist, der Eintragung
desselben also nichts im Wege steht.
Aus diesen Gründen
beschließt das Königliche . Gewerbegericht zu Remscheid die Ein
tragung des Zeichens ”Stuhl” zum ausschließlichen Gebrauch
der zu Mittel-Sudberg bestehenden Handelsgesellschaft
der Firma Johann Stuhlmann, für Bezeichnung aller Stahl- und
Eisenwaaren wie deren Verpackung mit dem im Gesetz vom ?
gust 1847 angegebenen Wirkungen wie hiermit g? Also beschließen in der Sitzung des Königl. Gewerbegerichts zu Remscheid ?
9. September 1870 in welcher anwesend waren die Herren: Albert Böker, ?
Hilger, Urbahn, Bruch, Mitglieder Scharff xxxxx
Reepel Secretair Albert Böker Reepel

 

am linken Rand:
Ausgefertigt xxx.15 gr xxxx
am 10. October 1870
R. Anmerkung:
Das Dokument wurde leider nicht in der ganzen Breite gescannt, so dass einige Worte (mit ? gekennzeichnet) auch nicht sinngemäß ergänzt werden können.

 

Das Allgemeine Zeichenregister für das Deutsche Reich (Lassally - 1875)

Am 26. August 1875 ließ sich Johann Stuhlmann sein Zeichen "der Stuhl" in das Allgemeine Zeichenregister für das Deutsche Reich eintragen:
"Joh. Stuhlmann zu Sudberg bei Kronenberg.
Eingetragen bei dem Königlichen Handelsgericht zu Elberfeld,
nach Anmeldung vom 26. August 1875, Morgens 10 Uhr,
für Eisen- und Stahlwaaren:

unter Nr. 85 das Zeichen:

welches auf den Waaren und auf deren Verpackung angebracht wird" 
Abb. 3 | Abschrift aus dem Allgemeinen Zeichenregister für das Deutsche Reich: Eintrag Johann Stuhlmann 2

 

Das Warenzeichenblatt - Herausgegeben vom Kaiserlichen Patentamt

Am 21. April 1896 wurde die Anmeldung des Zeichens der Firma Johann Stuhlmann ins Warenzeichenblatt des Königlichen Patentamtes eingetragen:
"Nr. 15816. St. 390. Joh. Stuhlmann, Sudberg b. Cronenberg.
Anmeldung vom 16.8.(18)95.
Eintragung am 21.4.(18)96.
Geschäftsbetrieb: Fabrikation von Werkzeugen.
Waarenverzeichniß: Beitel und Hobeleisen."

 

Abb. 4 | Abschrift aus dem Warenzeichenblatt von 1896 Heft 5 3 

 

Stechbeitel der Firma Johann Stuhlmann, Wuppertal-Cronenberg, Deutschland,  tf #1220

Abb. 5 | Stechbeitel der Firma Johann Stuhlmann, Wuppertal-Cronenberg, Deutschland, #1220

 

Warenzeichen auf dem Stechbeitel der Firma Johann Stuhlmann, Wuppertal-Cronenberg, Deutschland, #1220
Abb. 6 | Warenzeichen auf dem Stechbeitel der Firma Johann Stuhlmann, Wuppertal-Cronenberg, Deutschland, #1220

 

Reklame der Firma Johann  Stuhlmann, Wuppertal-Cronenberg, Deutschland, ca. 1900 

Abb. 7 | Reklame der Firma Johann Stuhlmann, ca. 1900 6 

Reklame der Firma Joh, Stuhlmann 

Abb. 8: Reklame der Firma Joh. Stuhlmann, Wuppertal-Cronenberg-Sudberg, Deutschland aus dem Jahr 1940 5

 

Hinweis auf den Standort der Firma Johann Stuhlmann in Cronenberg

"Düsseldorf, Dienstag, am 30. November 1830.
633. Subhastations-Patent
Auf Antrag der zu Derschlag, im Kreise Gummersbach wohnenden Kaufleute Herrn Gebrüder Jaeger, sollen die dem zu Mittel-Sudberg, Gemeinde Cronenberg Kreis Elberfeld wohnenden Schmidt Hermann Ufer zugehörigen, daselbst gelegenen in der Grundsteuer pro 1830 zu 7 Khlr 9 Pfennige veranschlagten, und unter beschriebenen Immobilien, am Mittwoch den neunten Februar achtzehn hundert ein und dreißig, Nachmittags 2 Uhr, in dem Sitzungssaal des Friedensgerichts hieselbst öffentlich zum Verkaufe ausgestellt und dem Meistbietenden zugeschlagen werden. Die Immobilien sind
a) ein mit Nr. 623 bezeichnetes, zweistockiges Haus, von Holz und Lehm ausgeführt, mit Stroh gedeckt, nebst Anbau worunter sich der Kuhstall befindet, circa 28 Fuß lang und 14 Fuß tief, benutzt von dem Schuldner, und mietweise von Wilhelm Grunertz;
b) einen darunter stehenden von Reiser geflochtenen Strauschoppen;
c) ein mit Nr. 624 bezeichnetes einstöckiges Nebenhaus, von Holz und Lehm ausgeführt, mit Stroh bedeckt, circa 22 Fuß lang und 18 Fuß tief, mietweise benutzt von Daniel Hindrichs;
d) einen neben dem Haupthause stehende Schmiede von der nämliche Bauart, circa 20 Fuß lang 15 Fuß breit und benutzt von dem Nagelschmidt Daniel Hindrichs;
e) eine circa 30 Fuß lange und 22 Fuß briete Scheune ebenfalls von Holz und Lehm ausgeführt und mit Stroh gedeckt;
f) Hofraum, haltend mit den Gebäudeplätzen circa 65 Ruthen und grenzend an John Stuhlmann und Daniel Roth;
g) circa 57 Ruthen Garten, anschließend an Wittwe Bremer, Johann Stuhlmann und den Fuhrweg;
h) circa 92 Ruthen Ackerland neben dem Garten und Wittwe Bremer;
i) circa 78 Ruthen Land, jetzt Garten, neben Johann Stuhlmann und dem Müngster Fuhrweg, gegenwärtig an die Schule zu Sudberg verpachtet;
k) circa 2 Morgen 88 Ruthen Ackerland neben Wittwe Bremer und Joh, Joergens;
l) circa 2 Morgen 60 1/2 Ruthe Ackerland neben Engelbert Teschen und Daniel Roth;
m) circa 26 Ruthen Wiese neben Daniel Roth und Joh, Joergens;
n) circa 40 Ruthen Wiese neben Abraham Morsbach und Abraham Wiedel;
o) circa 3 Morgen 42 1/2 Ruthen Busch neben Daniel Roth und Johann Stuhlmann;
p) circa 2 Morgen 130 1/1 Ruthen Busch neben Daniel Roth und Engelbert Tesche;
q) circa 9 Morgen 131 Ruthen Busch neben Daniel Roth, Johann Stuhlmann und anschließend an die Wupper. Das Erstgebot auf das Nebenhaus, die Schmiede und den Garten ist 200 Thlr. und auf sämmtlichen übrigen Gebäude und Grundstücke, ebenfalls 200 Thlr.
Der vollständige Auszug aus der Steuerrolle nebst den Kaufbedingungen liegt auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Friedensgerichts zu Einsicht offen.
Elberfeld, den 20 Oktober 1830 
Der Friedensrichter: Clostermann." 4

 

 

1 Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Düsseldorf, Jahrgang 1870, Nr. 27
2 Allgemeines Zeichenregister für das Deutsche Reich, 1875
3 Waarenzeichenblatt - Herausgegeben vom Kaiserlichen Patentamt, 1896 Heft 5
4 Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Düsseldorf Jahrgang 1830 
5 Die Deutsche Werkzeug-Industrie, 6. erweiterte Ausgabe, 1940 [B279]
6 Werk des Einkäufers; Fabrik- und Warenzeichen, Archiv für Fabrik und Warenzeichen 1894-1927, Erich Beltz [B127]
7 Gemeinsames Registerportal der Länder
8 Adressbuch Cronenberg - 1904
9 Mit freundlicher Genehmigung des Historischen Zentrums der Stadt Remscheid - Findmittel AXB-20b

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